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Integration in den Gemeinden

Integration in den Gemeinden

Im Zeitraum von Januar 2015 bis Juni 2017 haben rund 126.000 Menschen in Niedersachsen einen Asylantrag gestellt. Rund 75.000 Personen haben eine Asylanerkennung *) erhalten. Den Hauptanteil der notwendigen Integrationsarbeit für diese Menschen tragen dabei die Städte, Gemeinden und Samtgemeinden. Sie werden durch zahlreiche Ehrenamtliche unterstützt. Erste Anlaufstellen sind die Rathäuser mit ihren Sozialarbeitern, Koordinatoren und anderen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Gemeinden verwalten Wohnungen, besorgen Dolmetscher, führen teils eigene Sprachkurse durch, sorgen für KiTa-Plätze und beraten in allen Angelegenheiten.

Dieser Integrationsbedarf wird durch weitere Zuwanderung, Familiennachzüge und Nachwuchs der bereits hier lebenden Zugewanderten steigen. Jeder Euro, der bei der Integration gespart wird, rächt sich in kurzer Zeit hundertfach. Die Integration der zu uns gekommenen Menschen findet vor Ort statt. Die Städte, Gemeinden und Samtgemeinden können in eigener Verantwortung am besten über die notwendigen und vielfältigen Maßnahmen entscheiden. Hier sind Demokratie und unsere Wertordnung am unmittelbarsten erlebbar und erlernbar. Dies ist eine neue Aufgabe, die finanziert werden muss. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Förderpolitik.

Die niedersächsischen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden fordern deshalb vom Land Niedersachsen eine Integrationspauschale, mit der die Integrationsarbeit vor Ort finanziert und den Flüchtlingen eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden kann.

(Foto: Orlok/shutterstock.com)
*) Bericht „Auswirkung der Migration auf den niedersächsischen Arbeitsmarkt“, Berichtsmonat Juni 2017

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